der Handballsport in unserem Verein lebt, diesen Eindruck hatte jeder, ob Trainer/Betreuer, Eltern oder Beobachter auf der Tribüne. So viele Kinder unseres Vereines, die 2 Tage ihrer Freizeit opferten um ihrem geliebten Sport nachzugehen und am Abend müde aber glücklich mit dem Handball unterm Arm einschliefen, hat es in Spandau
und bei Blau-Weiß nur selten gegeben.
Die 3. Handballnacht 2009 war erneut ein voller Erfolg!
Sage und schreibe 39 handballbegeisterte Kinder hatte die diesjährige Handballnacht, welche über zwei Tage in unserer Heimhalle "HCO" stattfand.
Die hervorragende Planung und Organisation, die spendenbereiten Eltern und die vielen, vielen hilfsbereiten tatkräftigen Hände unserer Elternschaft nahmen dem Organisationsbüro viel "Mühe und Sorgen" ab. An dieser Stelle sei lobenswert erwähnt, dass unser Trainer Thomas Schneider, einen überragenden Anteil an der Gesamtorganisation hatte.
Ohne Ihn und das Sponsoring seitens seiner "Firma", wäre den Kindern nicht solch ein Luxus geboten worden.
Nach geringfügigen An(Aus)-laufproblemen begann um 11Uhr das erste Handballspiel unserer gemischten G-Jugend gegen den eingeladenen Wunschgegner SSV Falkensee, der sich mit einer spielstarken Mannschaft präsentierte. Beide Mannschaften zeigten erste Trainingserfolge. Durch Aufteilung unserer G-Jugend in zwei gleichstarke Mannschaftsteile konnten alle Kinder dieser Altersgruppe erste Spielerfahrungen für die kommende Saison 2009/2010 mitnehmen und gaben sich aus Sicht des Trainers viel Mühe.
Ziel ist es, in erster Linie den Kindern in diesem Handball-Alter mit Spaß an der Sache, die Mannschaftszugehörigkeit und den Teamgeist zu vermitteln. Die Qualität des Handballspielens ist aus Sicht der Trainer erstmal als zweitrangig anzusehen und kommt definitiv im Laufe der Zeit. Sind erstmal bei den Kindern die Handballgeister geweckt, bleiben Sie bei diesem hervorragenden Sport
und es reift ein Teamgeist, der Berge versetzen kann.
Nach Abschluss des 2-stündigen Spielblocks, benötigten die Kinder als auch die Trainer eine Pause. Wir verabschiedeten unseren freundlichen und fairen Gegner SSV Falkensee, denn es wartete auf unsere Kinder das Mittagessen (Hotdog) und der erste Neben-Event "eine Hüpf-Burg"; organisiert und transportiert durch unserem "Waldi" (Vater einer unserer E-Jugend-Damen). Vielen Dank für die Mühe und Organisation an dieser Stelle.
<... Ratet mal, wie lange, mit welchem Spaß und Ausdauer, Kinder auf einer "Hüpf-Burg" sein können. Wir Trainer mussten zwischendurch ein Verbot erteilen, sonst würden sie heute noch hüpfen, springen und Salti machen...>
Nach dem Mittagsschmaus begann der Turnierblock für unsere gemischte E-Jugend. Neben zwei eigenen BWS2000-Mannschaften traten die eingeladenen Gästemannschaften der
Vereine SV Eichstädt und der SG ASC/VfV Spandau/Füchse an. In den darauffolgenden Spielen, unter zeitweiser Beobachtung und Anfeuerung der G-Jugend, zeigten sich die ersten Früchte der hervorragenden Trainerarbeit im Bereich der E-Jugend. Die handballerischen Fähigkeiten dieser Altersklasse führten bei allen Teilnehmern zu spannenden Duellen und stimmten zahlreiche Zuschauer und deren Trainer glücklich und hoffnungsvoll für die anstehende Saison.
Zwischenzeitlich fand ein gemeinsames Kaffeefest, mit zahlreichen gespendeten Kuchen unserer Elternschaft statt. Unsere G-Jugend spielte ausgiebig und intensiv Fußball zum Ausgleich und zum Ausbau ihrer Fitness.
Nach Beendigung und Abschluss des Spielbetriebes unserer E-Jugend startete die abendliche Raubtierfütterung mittels Grillaktion. Parallel dazu startete der Aufbau des Bettenlagers mit profiverdächtigen Tischtennis-Einlagen unserer Kinder.
Diese Freizeit-Einheit endete mit Beginn der abendlichen " <... wenn der Postbote zweimal klingelt und Horror-Kabinett 5...>. Ihr könnt uns glauben, dass wir Kinohüter hinterher erkannt haben, warum ein Kino eine eigene Putzkolonne besitzt. Sämtliche Reste von Chips, Erdnüssen und vom Eisverkäufer lagen zentral im Kinobereich. Ole, Ole, aber alles war entschuldigt, weil in der Kinopause zwischen dem ersten und zweiten Akt, durch die Kinder eigenständig sauber gemacht wurde.
Gegen 19:30 Uhr waren alle Kinder im Bett und konnten auch ohne Schlaflied behutsam völlig entspannt einschlafen.
Der Trainerstab startete eine wohlverdiente Entspannungsphase und ging in die Beratung für den nächsten Tag, musste aber schlussendlich feststellen, dass unsere diversen Planungen uns bis in die Nacht (so gegen 03:00 Uhr) aufhielten.
Völlig entspannt weckten uns die ersten Kinder gegen 05:00 Uhr zum morgendlich gewünschten Frühsport, welches aus Sicht des Trainerstabes nicht geplant und abgelehnt wurde.
Die Zeit verging, alle Kinder standen auf, bis auf Steffen, der Fußball und Handball neben sich ignorierte und der Meinung war, weiter schlafen zu müssen.
So gegen 08:00 Uhr trafen die ersten helfenden Hände zur Frühstücksvorbereitung ein. Bis auf wenige Ausnahmen folgte der Großteil der Eltern unserer Einladung zum gemeinschaftlichen Frühstück "Eltern/Kind inklusive Trainerstab". Es wurden interessante muntere Gespräche untereinander geführt, u. a. wer wird beim Abschluss-Event die Familie vertreten.
Unser Abschluss-Event:
Der Trainerstab plante ein "Eltern/Kind - Handballspiel". Sinn dieser Aktion war es, den Eltern aufzuzeigen, welchen anspruchsvollen und auch schönen Sport ihre Kinder bei Blau-Weiß lieben lernen. Nach Ersterstellung der Liste "Spielender Elternteile" stand der Trainerstab vor einem Problem. Es hatten sich so viele Elternteile bereit erklärt dieses Vorhaben zu unterstützen, Handball mal zu versuchen und zum Spaß beizutragen.
Hierfür vorab ein super großes Lob an die Eltern. Ihr habt nicht nur Eure Kinder stolz gemacht sondern auch uns, die Vertreter des Vereins.
Nach Klärung der Sachlage, Organisation von zusätzlichen Trikots und Neuoptimierung des Vorhabens, startete das professionelle Warmlaufen angeführt von zwei E-Jugend Spielern, sowie aller Kinder und gefühlten hunderten von Eltern. Glaubt mir, so gefüllt war die Heimhalle zu keinem Oberliga-Punktspiel einer Erwachsenenmannschaft von Blau-Weiß, weder auf der Handballfläche noch auf den Rängen, die gefüllt waren mit (teilweise traurigen) Zuschauern, die auch noch gerne mitgemacht hätten.
Zuerst spielten alle Altersstufen den Spielmodus "Eltern gegen Kinder mit getauschten Torhütern". Bemerkenswert, aber traurig für die Eltern war es, dass unsere erste E-Jugend Ihre Eltern klar und eindeutig von der Platte fegten. Sie spielten bewundernswerten Handball und machten Ihren Trainerstab stolz. Ungewollte Überhärte und gewisses Unvermögen seitens der Eltern wurde konsequent vom Oberliga-Schiri-Gespann bestraft. Sämtliche Aktionen auf dem Handballfeld von Kindern oder Eltern wurde bejubelt und gefeiert.
Mit Beginn des zweiten Spielmodus "Eltern mit Kind" wuchs der Ergeiz der Eltern und es spielten sich faire applaudierende Spielszenen in unserer Halle ab. Leider musste das Organisationsbüro eine weitere Spielstufe "Eltern gegen Eltern" vertagen, weil durch Übermut und Sauerstoffmangel Ermüdungserscheinungen bei Kindern und Eltern auftraten.
Die Resonanz und Freude, der Applaus und Spaß fördert und fordert eine zeitnahe Neuauflage mit ggf. erweiterten Spielmodi. Die Begeisterung am Handball war selbst bei unserer Elternschaft ausdrücklich gegeben, u. a. mit den Bemerkungen <... wusste gar nicht wie anstrengend Handball sein kann..., ... geht’s schon wieder in die andere Richtung?..., Himmel mir pocht das Herz bis in den Kopf...>
Nach Ovationen, Danksagungen der Eltern, Lobsagung der Überlassung von wohlerzogenen Kindern in unserem Verein, kam schlussendlich der schmerzliche Abschied von diesem Wochenende.
Ohne weiteres zögern, bitten und betteln waren wiederum viele, viele helfende Hände zur Aufräum-Aktion vorhanden. Alles wurde lobenswert erledigt und der völlig fertige, aber auch sehr stolze Trainerstab (durch Schlafmangel) auf seine Kinder und ihre hilfsbereiten Eltern, machte sich auf die Suche ins heimische Schlafrevier.
Abschließend vielen, vielen Dank, an das Sponsoring, an unsere Eltern und an das Organisationsbüro mit Unterstützung der dazugehörigen Trainer.
Dank, Dank ... vom Sportwart des Handballvereines "Handballfreunde Blau-Weiß Spandau 2000 e.V."
Torsten Gruchmann

